bessere haut Fotolia_180880793_ Lumina Images

Pickel, Akne & Co. – 5 Tipps für eine bessere Haut

Als wäre die Pubertät nicht schon stressig genug, werden die meisten in dieser Zeit des Erwachsenwerdens auch noch von Pickeln, Akne und Mitessern geplagt. Für viele endet die schwierige Beziehung zur eigenen Haut mit der Pubertät. Jedoch leidet fast jeder fünfte Erwachsene an der sogenannten Spätakne. Diese 5 Tipps helfen Ihnen zu einer besseren Haut.

von Christian John

So entstehen Pickel, Akne und Mitesser

Hautunreinheiten sind meistens Zeichen einer gestörten Talgproduktion in der Haut, meistens hervorgerufen durch Stoffwechselveränderungen und Veränderungen im Hormonhaushalt. Deshalb trifft es Teenager in der Pubertät, aber auch Frauen vor der Menstruation bzw. während ihrer Schwangerschaft am meisten. Durch die Störung wird die einzelne Hautpore verstopft und Talg kann nicht mehr auf natürlichem Wege ausfließen. Siedeln sich dann noch Bakterien in der Talgdrüse an, kann es zu entzündlichen Pickeln kommen.

Achten Sie auf Ihre Ernährung

Auch wenn eine gewisse Affinität zu unreiner Haut genetisch veranlagt ist, kann über eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung einiges für schöne Haut getan werden. Unser Säure-Basen-Haushalt spielt dabei eine große Rolle. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt sorgt dafür, dass unser Bindegewebe stark und gesund bleibt, was sich wiederrum positiv auf die Poren und Talgdrüsen in der Haut auswirkt. So sollten so oft wie möglich frische Lebensmittel auf den Tisch kommen: Essen Sie deshalb viel Obst, Gemüse, frische Kräuter und vor allem trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit. Welche Lebensmittel säure- und basenbildend sind, erfahren Sie hier.

Von industriell gefertigtem Essen wie Fast Food (Fertiggerichte, Chips etc.) sollten Sie die Finger lassen. Die darin verwendeten Stabilisatoren und Zusatzstoffe können starke Reaktionen der Haut hervorrufen. Auch ein Zuckerverzicht, regelmäßiges Fasten und Entgiftungs-Wochen können sich positiv auf das Hautbild auswirken und eine bessere Haut zur Folge haben.

Finger weg vom Gesicht

Beobachten Sie einmal, wie oft Sie sich im Laufe eines Tages im Gesicht berühren. Die Zahl dürfte wahrscheinlich im höheren zweistelligen Bereich liegen. Gleichzeitig berühren wir mit unseren Händen auch viele Dinge und Gegenstände, die mit Bakterien versehen sind. Normalerweise sind diese auch harmlos. Wenn Sie jedoch an gereizter, empfindlicher und entzündeter Haut leiden, sollten Sie es vermeiden, diese Bakterien in die Poren der Haut eindringen zu lassen. Waschen Sie sich zusätzlich regelmäßig die Hände.

Weniger Hygiene ist mehr!

Hauthygiene ist wichtig. Wenn sie aber übertrieben wird, kann sie auch das Gegenteil bewirken. Denn unsere Haut ist mit einer feinen Schutzschicht überzogen. Antibakterielle Produkte töten nicht nur Krankheitserreger ab, sondern auch nützliche Mikroorganismen, die unsere Haut bevölkern und für eine gesunde Hautflora nötig sind. Wird die Haut zu oft mit aggressiven Waschlotionen oder Seifen gewaschen, zerstört man die empfindliche Schutzschicht, die Haut trocknet aus und ist Schmutz und Bakterien schutzlos ausgeliefert. Achten Sie darauf, dass Sie pH-hautneutrale Pflegeprodukte mit einem pH-Wert von 5,5 verwenden. Sie reinigen die Haut und halten gleichzeitig die Schutzschicht intakt.

Naturkosmetik – der sanfte Weg für bessere Haut

Generell sollten Sie einen genauen Blick darauf werfen, mit was Sie Ihre Haut behandeln. Einen Durchblick durch den Zutaten-Dschungel zu bekommen ist dabei aber meist gar nicht so leicht. Denn die Zutatenlisten der Kosmetikprodukte lesen sich wie ein gut sortierter Chemiebaukasten. Achten Sie darauf, dass Ihre Pflegeprodukte keine Parabene enthalten. Sie werden in Cremes und Gels als Konservierungsmittel eingesetzt und wirken im Körper wie Hormone. Auch von parfümierten Produkten sollten Sie die Finger lassen, wenn Sie Hautprobleme haben.

Greifen Sie stattdessen zu Naturkosmetik. Der Markt und auch das Angebot dafür ist in den letzten Jahren rapide gewachsen. Mit Heilerde lassen sich wohltuende und reinigende Gesichtsmasken herstellen. Grüner Tee wirkt auf der Haut ebenfalls wunderbar: Tupfen Sie entzündete Stellen mit lange durchgezogenem, kühlem Grüntee ab. Die enthaltenen Antioxidantien und Mineralien pflegen und schützen die Haut. Auch Zitronenwasser, Rosenwasser oder Teebaumöl können Entzündungen auf der Haut lindern.

Tipp: So machen Sie eine Anti-Pickel-Maske selbst

Man kann mit den einfachsten Mitteln tolle Gesichtsmasken selbst herstellen. Bei unreiner Haut empfiehlt sich zum Beispiel eine Tomaten-Gesichtsmaske. Ihr braucht dazu lediglich 2 Tomaten und einen Teelöffel Honig: Schneidet die Tomaten kreuzweise ein und legt sie ca. 20 Sekunden in kochendes Wasser. Anschließend die Tomaten kurz abschrecken und die Haut vorsichtig mit einem kleinen Messer abziehen. Nun werden die Tomaten püriert und mit dem Honig vermischt. Tragt die Maske auf und lasst sie zehn Minuten einwirken. Danach kann sie mit lauwarmen Wasser abgewaschen werden. Die Fruchtsäure der Tomaten hilft abgestorbene Hautzellen zu beseitigen und der Honig wirkt antiseptisch und wundheilend. Zusammen ergänzen sich die Zutaten perfekt im Kampf gegen Pickel und Mitesser.

Für alle die nun Lust bekommen haben, noch mehr selbstgemachte Gesichtsmasken auszuprobieren, haben wir eine tolle Zusammenstellung für Euch: Ob für trockene, fettige oder riefe Haut – hier haben wir zahlreiche Rezepte für schnelle, einfache und natürliche Gesichtsmasken.


Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?


4,22 von 5 Punkten, basierend auf 23 abgegebenen Stimmen.

 


Print Friendly, PDF & Email

Christian John

schreibt seit 2015 als Redakteur für LaVita. Als Kulturwissenschaftler, Anthropologe und ganzheitlicher Gesundheitsberater (IHK) interessiert den zweifachen Vater nahezu alles, was den Menschen zum Menschen macht. Er liebt frische Luft, einsame Skitouren und gesundes Essen.

2 Kommentare

  • Hallo zusammen,
    Kokosöl wirkt bei mir Wunder. Habe immer wieder Pickel, vor allem in der T-Zone, und die Wangen sind bei mir eher trocken. Jedoch hilft mir kokosöl für mein ganzes Gesicht. Die Pickel trocken aus über Nacht und die Haut sieht frisch und gepflegt aus, da das Öl nicht nur pflegt sondern auch sanft desinfiziert wird.
    Viele Grüße

    Lorena

    • Christian John
      Christian John

      Hallo Lorena, danke für Deinen Kokosöl-Tipp.
      Den kann ich nur unterschreiben: Wir benutzen in unserer Familie – gerade jetzt im Winter – auch Kokosöl als sanfte Gesichtscreme.

Schreibe einen Kommentar

Empfehlung der Redaktion

Spuren von Pestiziden finden sich bereits in unseren Haaren.
11. Februar 2019 Kommentare: 4

Schadstoffe bis in die Haarspitzen

von Dunja Rieber
Pestizide im Körper: Wir alle wollen Schadstoffe meiden. Umso erschreckender, dass sich trotzdem bei vielen Pestizide in den Haaren nachweisen lassen. Das belegt eine aktuelle Untersuchung...
Zum Artikel >
Haarausfall bei Männern
5. Oktober 2018 Kommentare: 1

Haarausfall stoppen: Das sollten Männer wissen

von Dunja Rieber
Der Wunsch nach vollem Haar und die Angst vor einer Glatze lässt viele Männer zu fraglichen Mitteln greifen. Die Regale in den Drogerien stehen voll mit großspurigen Versprechungen und schnelle...
Zum Artikel >
Gesunde Haare sind ein Zeichen für Gesundheit und Jugend.
3. November 2017 Kommentare: 0

Zitrone, Bürsten & Co. – 9 Tipps für schöne, gesunde Haare

von Christian John
Genauso wie unsere Haut sind auch die Haare ein Spiegel unserer Gesundheit. Wie wir leben, was wir essen, wie wir sie pflegen, das alles spiegelt sich in unserer Haarpracht wider. Was Sie fü...
Zum Artikel >