Auf Okinawa werden die Menschen besonders oft 100 Jahre alt. Jenson/Shutterstock.com

Das Okinawa-Prinzip

von LaVita

Was ist das Geheimnis ewiger Gesundheit? Leider kennt die Antwort niemand. Doch eine japanische Insel kommt ihr sehr nahe. Nicht umsonst nennt man Okinawa auch die Insel der vitalen 100-Jährigen.

Während hierzulande von 100.000 Einwohnern nur rund 10 Menschen 100 Jahre alt werden, sind es in Japan nahezu doppelt so viele. Doch eine Region Japans sticht aus dieser Statistik noch hinaus: Okinawa. Dort sind von 100.000 Einwohnern rund 40 mindestens 100 Jahre alt – viermal so viele wie bei uns!

Das Erstaunlichste daran ist jedoch, wie gesund und vital die Menschen Okinawas bis ins hohe Alter bleiben. Geht in den westlichen Ländern ein hohes Alter fast immer mit Krankheiten und Gebrechen einher, so bleiben die Senioren in Okinawa davon weitgehend verschont. Und damit nicht genug: Sie führen auch mit hundert Jahren oft noch ein selbstständiges, aktives Leben, das sie um mehrere Jahrzehnte jünger erscheinen lässt. Doch was ist das Geheimnis dieser Menschen?

Gutes Essen muss die Gesundheit fördern

Wissenschaftler haben die Lebensweise der Bewohner Okinawas Jahrzehnte lang studiert und analysiert. Ihre Schlussfolgerung haben sie in vier Grundsätzen festgehalten, den vier Säulen der Okinawa-Philosophie: Ernährung, Gemeinschaft, guter Schlaf und Aktivität.

So lautet zum Beispiel ein Credo auf Okinawa: „Gutes Essen muss die Gesundheit fördern“. Einst war dieses Wissen nicht nur auf Okinawa bekannt, sondern weltweit. Schließlich war es für die Menschheit immer überlebenswichtig, herauszufinden, welche Nahrungsmittel das liefern, was unsere Gesundheit und die unserer Kinder erhält. Leider ging dieses durch Intuition und Erfahrungen gesammelte Wissen in unserer hoch zivilisierten Gesellschaft schon lange verloren.

Wenig Kalorien, aber enorm viele Nährstoffe

So könnten die Unterschiede zwischen unseren Ernährungsgewohnheiten und denen der Bewohner Okinawas größer nicht sein: Auf Okinawa ist die Ernährung sowohl leicht als auch vielseitig. Es werden viele Obst- und Gemüsesorten und Kräuter verwendet. Im Gegensatz dazu ist unsere Ernährung oft sehr einseitig: Wir essen zu schnell und nehmen zu viel Salz, Zucker und tierische Fette auf. Rund 70 Prozent der Energie nehmen wir in Form von leeren Kalorien zu uns! So kommt es zur paradoxen Situation, dass wir sehr viele Kalorien, aber kaum Vitamine und Antioxidantien aufnehmen.

Ein wichtiges Prinzip, das wir also von den Bewohnern Okinawas lernen können, lautet: „Weniger ist mehr“. Das Ziel sollte sein, die Lebensmittel auszuwählen, die wenig Kalorien, aber zugleich eine hohe Nährstoffdichte haben.


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