Tipps, um Ihr Gedächtnis zu verbessern. Fotolia_182576330_ last19

„Ich komm‘ nicht drauf!“ – Wie Sie mit diesen 6 Tipps Ihr Gedächtnis verbessern

Es gibt viele Gründe, warum uns unser Gedächtnis ab und zu im Stich lässt. Je älter wir werden, desto eher vergessen wir etwas. Aber auch der alltägliche Stress, bei dem immer mehr Eindrücke und Impulse auf uns einprasseln, kann unser Gedächtnis schwinden lassen. Doch keine Sorge: Mit diesen 6 Tipps können Sie Ihr Gehirn wieder auf Vordermann bringen.

von Christian John

Tipp 1: Namen merken leicht gemacht – denken Sie wie ein Kind

Sich an Namen zu erinnern ist für viele Menschen ein Problem. Noch vor zehn Sekunden hat sich mir der nette Herr mit Handschlag und Namen vorgestellt und Schwups – schon habe ich den Namen wieder vergessen.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Wahrscheinlich war ich in der Situation so mit mir selbst und der meiner eigenen Vorstellung beschäftigt, dass ich die Aufmerksamkeit nicht voll auf mein Gegenüber richten konnte. Es könnte aber auch sein, dass ich, wie viele andere Menschen, ein visueller Typ bin. Visuelle Typen können sich Namen generell schlechter merken, vergessen dafür aber Gesichter so gut wie nie.

Ein paar Tricks haben sich bewährt, um nicht mehr in diese peinliche Situation zu kommen: Hören Sie aufmerksam zu und richten Sie die gesamte Aufmerksamkeit auf Ihr Gegenüber. Hat die Person seinen Namen genannt, prägen Sie sich sein Gesicht ein und versuchen Sie, den Namen mit einem Bild zu verknüpfen. Denn wir können uns Bilder viel leichter merken, als Namen oder Zahlen. Das Bild, dass Sie sich einprägen, sollte eine Verbindung zu dem Namen haben, darf aber gerne absurd oder komisch sein. Denken Sie wie ein Kind und lassen Sie Ihren Assoziationen freien Lauf. Das erste Bild, dass in den Sinn kommt, sollten Sie sich einprägen. Herr Müller – Windmühle. Frau Kohlmann – Gemüsestand. Herr Klaus – Maus.

Schwieriger wird es bei unkonventionellen oder ausländischen Namen. Hier können Sie sich vom Klang des Namens inspirieren lassen. Trainieren Sie das Namenmerken. Nehmen Sie sich bei offiziellen Anlässen oder Veranstaltungen vor: Heute merke ich mir jeden Namen. Dann legen Sie Ihre volle Aufmerksamkeit auf die Begrüßungen. Je öfter man sich verschiedene Namen merkt, desto besser gewöhnt sich unser Gehirn daran und tut sich in der Zukunft damit leichter.

Tipp 2: Gedächtnisübung unterwegs: die Loci-Technik

Es gibt zahlreiche Methoden und Übungen, um sein Gedächtnis zu trainieren. Eine davon ist die sogenannte „Loci-Methode“ (von lat. locus, der Ort). Hierbei merkt man sich eine Reihe von Dingen, indem man sie mit verschiedenen Orten verknüpft. Nehmen Sie dafür beispielsweise Ihre Einkaufliste und verteilen Sie die Einträge in Gedanken in der ganzen Wohnung: Die Eier in die Garderobe, die Gurken in die Garage, das Mehl auf den Fernseher und so weiter.

Im Supermarkt gehen Sie dann gedanklich durch die Räume Ihrer Wohnung und „finden“ die Sachen wieder. Eine tolle Übung für das Gedächtnis.

Tipp 3: Gesunde Ernährung für das Gehirn

Wer sein Gedächtnis durch die Ernährung unterstützen möchte sollte vor allem viel trinken. Denn die Flüssigkeit, die wir unserem Körper zuführen, sorgt dafür, dass Sauerstoff zu allen wichtigen Organen – auch dem Gehirn – transportiert wird. Außerdem fördert ein ausreichender Wasserhaushalt auch die Durchblutung wichtiger Organe.

Es gibt aber auch zahlreiche Lebensmittel, die sich positiv auf unser Gedächtnis auswirken. Sie werden als „Brainfood“, also „Futter für unser Gehirn“ bezeichnet. Nüsse sind zum Beispiel wunderbares „Gehirnfutter“. Sie liefern wertvolle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), B-Vitamine, Antioxidantien und Mineralstoffe und sollten in stressigen Zeiten immer auf dem Speiseplan stehen.

Aber auch Vollkornprodukte können sich positiv auf unsere kognitiven Fähigkeiten auswirken. Sie versorgen uns mit einer Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen, wie etwa komplexen Kohlehydraten, und stellen somit sicher, dass unser Gedächtnis reibungslos arbeiten kann, ohne dass der Blutzucker in die Höhe steigt. Welche Lebensmittel noch als Brainfood bezeichnet werden, können Sie hier nachlesen.

Unser Gehirn und unser Gedächtnis benötigen neben reinen Energieträgern wie Kohlenhydraten und Fett sowie Bausteinen wie Aminosäuren auch noch diverse Funktionsstoffe. Dazu gehören vor allem Vitamine und Spurenelemente. Besonders Eisen, Jod und Zink tragen zu einer guten kognitiven Funktion bei. Vitamin B5 unterstütz die geistige Leistung und die Vitamine B1, B2, B12 und C sorgen für ein gesundes Nervensystem.

LaVita liefert all diese Stoffe auf nur einem Esslöffel pro Tag. Über 70 natürliche Lebensmittel vereint in einem Produkt – ohne Zusatzstoffe! Mehr Infos finden Sie hier: www.lavita.de

Tipp 4: Duftstoffe, die das Gedächtnis verbessern

Beim Studieren, Lernen oder um Konzentration und Gedächtnis zu steigern, können Duftstoffe helfen. Schon die Griechen wussten, dass der Geruch von Rosmarin geistig stimulierend wirkt. Deshalb steckten sie sich in Prüfungssituationen Rosmarinzweige hinter die Ohren.

Heutzutage gibt es hierfür Rosmarinöl. Das ätherische Öl enthält einen Stoff (1,8-Cineol), für den Wissenschaftler nachweisen konnten, dass er die Konzentration und kognitiven Fähigkeiten erhöht.

Tipp 5: Gesunder Schlaf für ein gutes Gedächtnis

Gesunder Schlaf ist wichtig für unser Wohlbefinden, unser Immunsystem, aber vor allem auch für unser Gedächtnis. Denn im Schlaf sortiert sich unser Gehirn, es ordnet und verarbeitet die Eindrücke des Tages. Wer gut schläft, kann schneller auf seine Erinnerungen und Gelerntes zugreifen und sorgt gleichzeitig für eine größere Kapazität seines Gedächtnisses.

Wieviel Schlaf dafür nötig ist, ist von Person zu Person unterschiedlich. Aber sechs bis sieben Stunden sollten es schon sein. Was Sie sonst noch für einen gesunden Schlaf tun können, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Tipp 6: Sport für das Gehirn

Die positive Wirkung von Sport wirkt sich auch auf unser Erinnerungsvermögen aus. Forscher konnten belegen, dass Menschen, die sich fit halten, auch bessere kognitive Fähigkeiten besitzen, als Sport- und Bewegungsmuffel. Denn Sport stärkt unseren Kreislauf, fördert die Durchblutung und regt das Wachstum neuer Gehirnzellen an.


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Christian John

schreibt seit 2015 als Redakteur für LaVita. Als Kulturwissenschaftler, Anthropologe und ganzheitlicher Gesundheitsberater (IHK) interessiert den zweifachen Vater nahezu alles, was den Menschen zum Menschen macht. Er liebt frische Luft, einsame Skitouren und gesundes Essen.

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