Gesunde Haare sind ein Zeichen für Gesundheit und Jugend. iStock-843546270_PeopleImages

Zitrone, Bürsten & Co. – 9 Tipps für schöne, gesunde Haare

Genauso wie unsere Haut sind auch die Haare ein Spiegel unserer Gesundheit. Wie wir leben, was wir essen, wie wir sie pflegen, das alles spiegelt sich in unserer Haarpracht wider. Was Sie für gesunde Haare tun können, ob innerlich oder äußerlich, erfahren Sie in unseren 7 Tipps!

von Christian John

Gesunde Haare – mehr als nur schmückendes Beiwerk

Haare sind genaugenommen mehr oder weniger lange Hornfäden. Jeder Mensch besitzt bis zu 150.000 Kopfhaare. Sie wachsen aus etwa 4 Millimeter tiefen Einbuchtungen in der Haut, den sogenannten Follikeln. In diesen Follikeln befindet sich die Haarzwiebel mit einer Haarpapille an ihrer Basis. Genau dorthin werden die wichtigen Nährstoffe für den Haarwuchs transportiert. Unsere Haare wachsen im Schnitt etwa 0,3 bis 0,5 Millimeter pro Tag – das entspricht etwa 15 Zentimeter Haarwuchs pro Jahr. Allerdings verlieren wir auch täglich zwischen 60 und 120 Haare.

Haare sind nicht nur dekorativer Kopfschmuck, sondern haben auch eine schützende Wirkung: Sie dienen als Wärmeschutz und sorgen dafür, dass unsere empfindliche Kopfhaut bei Kälte nicht friert. Und auch wenn es sich seltsam anhört: Haar schützen unsere Kopfhaut auch bei mechanische Einwirkungen wie etwa leichten Stürze.

Weil Haare aber nicht nur einen funktionellen Zweck haben, sondern auch zu unserem Aussehen und Wohlbefinden beitragen, haben wir hier 9 Tipps, wie Sie Ihre Haare pflegen können.

Tipp 1: Bürsten gegen trockenes Haar

Bei trockenem Haar ist meist die Talgproduktion der Kopfhaut gestört – es wird zu wenig pflegender Talg produziert. Dadurch werden die Haare trocken, stumpf und spröde. Ein feuchtigkeitsspendendes Shampoo kann helfen, die Haare besser zu versorgen. Wenn Sie nach dem Waschen die Haare sanft ausbürsten, verteilen Sie den Talg der Kopfhaut besser in den Haaren und sorgen so ebenfalls dafür, dass Ihr Haar vor Trockenheit geschützt ist.

Tipp 2: Spezielle Pflege für fettiges Haar

Bei fettigen Haaren liegt in der Kopfhaut eine Überproduktion von Talg vor. Abhilfe kann hier ein entfettendes, mildes Kräutershampoo schaffen. Auch sollten Sie darauf achten, beim Waschen die Kopfhaut nicht zu stark zu massieren, denn das wiederum regt die Talgproduktion an. Langes Bürsten sollten Sie vermeiden, denn das sorgt – wie in Tipp 1 gesehen – für die gleichmäßige Verteilung von Talg in den Haaren.

Tipp 3: Zitrone bringt den Glanz zurück

Ist ihr Haar matt und glanzlos, liegt es daran, dass die Haaroberfläche das Sonnenlicht schlecht reflektiert. Mit einem Spritzer Zitronensaft können Sie beim Ausspülen des Shampoos für zusätzlichen Glanz in Ihren Haaren sorgen.

Tipp 4: Stärken Sie die Kopfhaut

Unser Haare benötigen ein gesundes Fundament: unsere Kopfhaut. Sie stärken Sie am besten durch regelmässige Kopfhaut-Massagen. Die Massagen fördern die Durchblutung, wenn mehr Blut durch die Kopfhaut strömt, gelangen auch mehr Nährstoffe an unsere Haare. Und zugleich wirkt eine Kopfmassage auch noch besonders entspannend.

Tipp 5: Gesunde Ernährung für gesunde Haare

Vitamine: Von einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung profitieren auch unsere Haare. So ist zum Beispiel das B-Vitamin Biotin wichtig für schöne und gesunde Haare.

Eiweiß: Haare sind zu einem Großteil aus Proteinen (Eiweiß) aufgebaut. Nehmen Sie daher eiweißreiche Lebensmittel mit in Ihre Ernährung auf, denn dadurch unterstützen Sie das Grundgerüst, aus dem unsere Haare aufgebaut sind.

Eisen, Kupfer, Zink: Die Spurenelemente Eisen, Kupfer und Zink leisten wertvolle Dienste für unsere Haare. Eisen hilft dabei, Sauerstoff im Blut zu den Zellen zu transportieren, Kupfer unterstützt die Pigmentierung unserer Haare und Zink trägt zur Erhaltung unserer Haare bei. Liegt ein Mangel an einem der drei Spurenelementen vor, kann dies zu Haarausfall (Eisenmangel), brüchigem Haar (Kupfermangel) oder entzündeten Haarwurzeln (Zinkmangel) führen.

Tipp 6: Schutz vor Kälte und Hitze

Schützen Sie Ihr Haar vor extremem Wetter. Sowohl starke Kälte, aber auch die Hitze im Sommer strapazieren das Haar. Wenn dann noch Wind dazukommt, können Sie sehr leicht austrocknen und brüchig werden.

Tipp 7: Die Haare richtig trocknen

Der Schutz vor Hitze in Tipp 6 gilt auch für das Trocknen der Haare nach dem Duschen oder Baden. Wenn Sie empfindliche Haare haben, sollten Sie diese nicht mit einem heißen Fön, sondern eher sanft trocknen lassen. Auch das gängige Trockenrubbeln kann empfindliche Haare schädigen. Besser wäre, die Haare lauwarm zu fönen und im Anschluss trocken zu bürsten.

Tipp 8: Typgerechtes Shampoo benutzen

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Haartypen. Unsere Haare können fettig, trocken, voluminös, dünn, spröde oder schuppig sein. Achten Sie beim Waschen darauf, für Ihren Haartyp auch das richtige Shampoo zu verwenden, um dem Haar auch die ideale Pflege zukommen zu lassen. Beim Shampookauf sollten Sie zudem darauf achten, dass das Shampoo keine Silikate enthält, denn auch die können das Haar schädigen.

Tipp 9: Gesundes Haar braucht keine Farbe

Die Schönheitsindustrie redet uns seit Langem ein, dass schönes Haar auch noch im Alter tiefbraun, -blond oder -schwarz sein sollte. Aber warum? Es ist der natürliche Gang des Lebens, dass unsere Haare im Lauf der Jahre ihre Pigmentierung verlieren.

Wer jahrelang seine Haare beispielsweise mit Wasserstoffperoxid, der gängigen Chemikalie für eine permanente Farbänderung der Haare, färbt, schädigt dadurch dauerhaft Haare und Kopfhaut.


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Christian John

schreibt seit 2015 als Redakteur für LaVita. Als Kulturwissenschaftler, Anthropologe und ganzheitlicher Gesundheitsberater (IHK) interessiert den zweifachen Vater nahezu alles, was den Menschen zum Menschen macht. Er liebt frische Luft, einsame Skitouren und gesundes Essen.

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