Hustenbonbon LaVita GmbH

Halsbonbons selber machen – unser einfaches Rezept

Wenn Sie lästiges Halskratzen oder Husten loswerden wollen, sind sie genau das Richtige: Unsere Hustenbonbons mit vielen Kräutern.
von Sara Zeitlmann

Die Erkältungswellen haben uns erreicht und jeder Betroffene versucht nun etwas gegen den lästigen Husten zu tun. In Apotheken und Supermärkten wächst das Angebot an Hustentees, Säften und natürlich auch an Halsbonbons. Doch Augen auf: Bonbons gegen Husten und Heiserkeit enthalten wirksame Heilkräuter oft nur in Spuren.

An ihre Stelle treten Aromen und Farbstoffe. Und wer sich mit „zuckerfreien“ Produkten in Sicherheit wiegt: Hier ist meist Zuckerersatz im Spiel und das ist oft nicht viel gesünder. Lesen Sie dazu auch den vierten Teil unserer E-Nummern Serie „Die Zuckeraustauschstoffe“.

Hier erfahren Sie, wie Sie gesunde Halsbonbons selber machen können. Wir haben es ausprobiert! Gerne lassen wir Sie an unseren Erfahrungen teilhaben – sodass Sie gleich das richtige Rezept parat haben.

Zucker in Hustenbonbons – muss das wirklich sein?

Unsere Antwort darauf lautet (leider) eindeutig JA! Wir haben verschiedenste Rezepte ausprobiert und verfeinert, haben es mit und ohne Zucker probiert und unser Fazit ist: Ohne Zucker werden die Bonbons eine klebrige, unförmige Angelegenheit.

Welche Kräuter machen sich am besten?

Zum Hustenbonbons selber machen eignen sich Thymian, Salbei und Spitzwegerich besonders

Zu den typischen Heilkräutern gegen Erkältungssymptome gehören Thymian, Salbei, Spitzwegerich und Pfefferminze. Welches Kraut Sie nehmen, ist Geschmackssache und hängt auch von Ihren Beschwerden ab:

Thymian wird zur Schleimlösung benutzt und hilft dadurch bei produktivem Husten, wenn das Abhusten erleichtert werden soll. Außerdem hemmt Thymian die Vermehrung von Bakterien und desinfiziert den Mundraum. Schwangere sollten auf Thymian verzichten, er hat eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter.

Salbei dagegen kann schon den ersten Reizhusten lindern und hilft vor allem bei trockenem Husten. Wegen des hohen Thujongehaltes in Salbei bitte nicht übermäßig viel verzehren. Schwangere und stillende Frauen sollten ganz auf Salbei verzichten.

Spitzwegerich ist die perfekte Ergänzung bei Husten. Die Schleimstoffe sorgen für Reizlinderung und helfen dem Immunsystem sich wieder zu regenerieren.

Pfefferminze oder japanische Minze mit hohem Mentholgehalt wirkt ebenfalls keimwidrig und schleimlösend. Doch auch hier nicht zu viel konsumieren, sonst kann Durchfall die Folge sein.

Kamille dagegen eignet sich wegen seiner austrocknenden Wirkung gar nicht bei Husten und kommt deshalb in diesen Rezepten nicht vor.

Unser Rezept für die perfekten Hustenbonbons:

Sie benötigen:

  • 5 getrocknete Salbeiblätter (alternativ 1/2 TL getrockneter Thymian, Spitzwegerich oder Pfefferminze)
  • 50 g Zucker oder Rohzucker

Hustenbonbons selber machen – so geht’s:

Zuerst den Salbei fein zerbröseln. Zusammen mit dem Zucker in einen Topf oder eine beschichtete Pfanne geben und erhitzen. Dabei stetig so lange rühren, bis eine zähe Konsistenz entsteht.

Aus der Masse mit einem Teelöffel kleine Portionen auf ein Backpapier tupfen. Vorsicht: Die Masse ist sehr heiß! Abkühlen lassen – und bei Bedarf langsam im Mund zergehen lassen.

Unser Tipp: Wer möchte, kann die Masse auch in Silikonformen gießen und die Hustenbonbons kurz vor demn Aushärten in Zucker wälzen.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Wir freuen uns sehr auf Ihre Anregungen oder Erfahrungsberichte!


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Sara Zeitlmann

arbeitet seit 2002 als Redakteurin und liebt es die Geschichte hinter einer Geschichte zu sehen. Zu ihren Lieblingsthemen gehört dabei schon immer alles, was sich mit Gesundheit und Natur beschäftigt. Bis zur Babypause 2014 war sie weltweit fürs Fernsehen unterwegs, jetzt bleibt sie lieber in der Nähe der Familie, ihrem Kräutergarten und schreibt u. a. als Gast-Autorin für den LaVita Blog.

22 Kommentare

  • Elisabeth Schnizer

    In meinem Garten wächst jede Menge Spitzwegerich. Die Blätter verwende ich regelmäßig in meiner Küche. Der Spitzwegerich hat aber auch eine kräftige Wurzel. Kann man diese auch verwenden?

    • Sara Zeitlmann
      Sara Zeitlmann

      Hallo Frau Schnitzer, soweit ich weiß, werden nur die Blätter vom Spitzwegerich verarbeitet. Viele Grüße, Sara Zeitlmann

  • Kerstin Kelch

    Versuchen Sie dieses Rezept bitte mal mit Birkenzucker. (Xucker) ich stelle damit meine gebrannten Mandeln her. Alles soweit sehr gut. In der Pfanne sowie auch im Backofen, es wird eine harte, knusprige Masse und der Xucker soll sehr gesund für die Zähne sein.

    • Barbara Haas

      Hallo Frau Kelch,
      gebrannte Mandeln mit Xucker – das klingt toll! Würden Sie verraten, wie sie die machen?
      Lieber Gruß,
      Barbara Haas

  • Hallo
    Kann man anstatt Steviapulver auch Puderzucker nehmen?

    • Cora Högl

      Hallo, prinzipiell ja. Das Bestäuben soll allerdings in erster Linie dafür sorgen, dass die Bonbons nicht aneinanderkleben. Da Puderzucker wasserlöslich ist (und klebrig ;)) erfüllt er diesen Zweck leider nicht. Wenn Sie aber darauf achten und die Bonbons zum Beispiel durch Backpapier von einander trennen, können Sie natürlich auch Puderzucker verwenden.

      Viele Grüße, Cora Högl

  • Hallo, wie lange sind diese Bonbons in etwa haltbar/ genießbar?

    • Cora Högl

      Hallo Lara, die Bonbons sind problemlos mehrere Monate haltbar. Am besten bewahren Sie sie luftdicht verschlossen auf, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen können (z. B. in einem Schraubglas). Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Bonbons machen!

      Viele Grüße, Cora Högl

  • Heidemarie

    Schöne Grüße, aber bitte wie viel ist eine Tasse? Geht das nicht in Gramm oder ml? Ich hasse diese Einheit, in Deutschland 125ml oder 200ml, in England oder. Amerika ca. 250ml, da kennt sich doch keiner mehr aus. Überhaupt bei so kleinen Mengen. Danke.

  • Yvonne Zeller

    Hustenbonbons mache ich mit Xylit. Schmelze das Xylit und lasse es etwas abkühlen. Dann kommen da ätherische Öle rein wie Eukalyptus, Thymian etc. Außerdem Manila Honig.

    • Ich würde auch gerne für meine Enkelkinder Kräuterbonbons z.b Anis selber machen,doch sind da ätherische Öle nicht gefährlich,da bei allen öken nicht zum Verzehr geeignet drauf steht…bin da unsicher

      • Dunja Rieber
        Dunja Rieber

        Hallo Tina,
        Sie können die Kräuterbonbons für Ihre Enkelkinder mit Anis herstellen. Auch in Baby- und Kindertees ist oft Anis enthalten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, was die Qualität des Anis anbelangt, verwenden Sie am besten Anistee (lose oder Beutel) in Arzneimittelqualität aus der Apotheke.
        Herzliche Grüße,
        Dunja Rieber

  • Anni Lindacher

    Darf ich fragen, was sie mit dem Rest, des Kräutersuds machen?
    Fände es schade diesen weg zu werfen…
    Vielen Dank und liebe Grüße

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Lindacher,
      ich habe für Sie bei der Autorin nachgefragt. Sie bereitet eine Tasse Teesud vor, nimmt 1/3 davon für die Zubereitung der Bonbons – was übrig bleibt, genießt sie als Teegetränk. Ebenso gut können Sie natürlich auch von vornherein weniger Teesud zubereiten.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Ich habe das Rezept heute ausprobiert.

    Leider wurden bei mir keine Bonbons daraus, sondern ich habe eine klebrige Masse aus den Formen und vom Backpapier gekratzt, das ich jetzt in Wasser als Tee trinken werde.

    Sehr schade, ich habe gehofft, dass dieses Rezept funktioniert, da die Autorin so kritisch gegenüber anderen Rezepten war.

  • Wolfgang Beiler

    Hallo!
    Kann ich den Rohrzucher komplett durch Honig ersetzen?

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Herr Beiler,
      der Rohzucker sorgt in diesem Fall für die Festigkeit und Konsistenz der Bonbons. Honig ist daher leider weniger zu empfehlen, da die Bonbons dadurch weich bleiben.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Hallo! Die Frage von Heidemarie vom 28. Dezember 2017 brennt mir sozusagen auch auf der Seele. Leider wurde sie bisher nicht beantwortet. Wie viel ist denn eine Tasse in ml??

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Barbara,
      Ich habe mich für Sie bei der Autorin erkundigt. Sie benötigen zum Einkochen der Bonbonmasse 100 ml Tee.
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

      • Elke Rohs

        Hallo. Ich bin etwas verwirrt: wo steht denn was von Einkochen? Im Rezept steht: Salbeiblätter zerbröseln und mit dem Zucker erhitzen….. ?!
        Viele Grüße
        Elke

        • Ja alles ziemlich verwirrend! Ich koche von den Kräutern Tee und 100ml vom Tee werden mit 50g Zucker eingekocht bis es zähflüssig ist. Dann auf Backpapier tröpfeln und aushärten lassen. Kommt alle gut durch die Tage!!!

  • Danke für das tolle Rezept, werde es navhkochen!
    mfg Chris

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