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Lektine: Warum jetzt alle Angst vor Tomaten und Vollkorn haben

Statt ungesunden Würstchen und Fertiggerichten sollten wir unsere Teller lieber mit frischem Gemüse vollpacken. Doch die Lektine darin sollen krank machen. Das behauptet zumindest ein US-Arzt. Alles nur Panikmache oder steckt wirklich etwas dahinter?

von Dunja Rieber

Was sind Lektine?

Lektine sind Proteine oder Glykoproteine, die in einigen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen und der Pflanze als Abwehrstoff dienen. Lektine sind in der Ernährungswissenschaft seit Jahren bekannt, ebenso ihre Wirkung auf den Menschen. Sie können giftig sein, sich an unsere Darmzellen binden und sie durchlässiger für schädliche Toxine machen (leaky-gut Syndrom). Vor allem Menschen mit schwachem Immunsystem sollen anfällig dafür sein.

Darum schaden uns Lektine

Gelangen sie durch unseren Körper ins Blut, binden sie sich auch an weitere Zellen, z. B. unsere roten Blutkörperchen, die dann verklumpen und den Sauerstoff- und Nährstofftransport behindern. Daher werden die Lektine auch als Anti-Nährstoffe bezeichnet, weil sie selbst keinen Nährwert haben, aber die Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe verhindern können. An den Stellen, an denen sie sich im menschlichen Organismus anheften, können sie Entzündungsreaktionen befeuern und werden daher auch mit Autoimmun-Erkrankungen wie Morbus Crohn, Multiple Sklerose oder Reizdarm in Verbindung gebracht.

Diese Lebensmittel enthalten Lektine

Zu den Nahrungsmitteln, die besonders hohe Mengen an Lektinen enthalten, zählen Hülsenfrüchte. Bereits einige rohe Bohnen können dem Körper schaden und beim Menschen schwere Darmentzündungen hervorrufen. Auch in frischen grünen Bohnen stecken Lektine und man sollte sie nur gegart essen. Getreide, Cashewkerne und Erdnüsse sowie Nachtschattengewächse, z. B. Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln enthalten ebenfalls Lektine – allesamt in geringerer Menge als in Hülsenfrüchten. Das Lektin im Weizen gilt als besonders hitzebeständig. Nicht verwechseln sollte man Lektine und Gluten, auch wenn Lektine teilweise als das „neue Gluten“ bezeichnet werden. Insgesamt liefert Vollkorn etwas mehr Lektine als helles Auszugsmehl, aber auch in Baguette und Weißbrot stecken noch Lektine. Das Gute: Durch die richtige Zubereitung, können wir die schädliche Wirkung der Lektine eindämmen.

Kochen zerstört die (meisten) Lektine

Kochen zerstört die Lektine in Hülsenfrüchten und Gemüse. Beim langen Einweichen der Hülsenfrüchte in Wasser wird schon ein Großteil der Lektine gelöst. Auch durch enzymatische Prozesse wie beim Gehen von Teig oder beim Fermentieren von Gemüse lassen sich die Anti-Nährstoffe entschärfen. Bei Getreide wichtig: Den Teig möglichst lange – wie nach alter Handwerks-Tradition zubereiten und möglichst lange, z. B. mehrere Stunden oder über Nacht gehen lassen. Bei Industrie-Brot mit künstlichen Backtriebmitteln ist das oft nicht der Fall. Weitere Infos und ein Rezept für „langsam“ gebackenes Brot finden Sie hier.

Und Tomaten oder Cashews, die nicht erhitzt gegessen werden?

In Tomaten, Erdnüssen und Cashews ist der Gehalt an Lektinen sehr viel geringer. Schaden tun diese Mengen dem Gesunden nicht und wir können sie daher unbesorgt essen. Inzwischen wird an den positiven Wirkungen der Lektine geforscht. So gibt es Hinweise, dass die Proteine Dickdarmkrebs vorbeugen können. Wie bei vielem in der Ernährung macht auch hier die Dosis das Gift. Aber was für den einen gesund und bekömmlich ist, kann bei anderen trotzdem zu Beschwerden führen.

Wer sollte besser verzichten?

Wenn Sie einen empfindlichen Darm haben oder unter Autoimmunerkrankungen leiden, können Sie ausprobieren, ob sich die Beschwerden bessern, wenn Sie keine lektinhaltigen Lebensmittel mehr essen. Am besten ebenfalls austesten, ob Paprika und Tomaten gegart besser vertragen werden und Erdnüsse und Cashewkerne eventuell einige Minuten in einer Pfanne anrösten.

Wissen auf einen Blick

Lektine: Das Wichtigste in Kürze

  • Lektine sind in Pflanzen vorkommende Eiweiße, die sich an Kohlenhydratstrukturen in unserem Darm oder in unserem Blut heften und dadurch Entzündungen auslösen können.
  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen, frische grüne Bohnen, Weizen, Cashewkerne und Erdnüsse sowie Nachtschattengewächse wie Tomaten und Auberginen enthalten Lektine.
  • Die meisten Lektine werden durch Kochen zerstört. Ausnahme: Das Lektin in Weizen – das Agglutinin – ist besonders hitzestabil.

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Dunja Rieber

ist Ernährungswissenschaftlerin und schreibt seit 2018 für den LaVita-Blog. Ihr Grundsatz für eine gesunde Ernährung: Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Beim Kochen soll es frisch und möglichst ausgewogen sein - aber nicht zu aufwändig, denn im Alltag mit zwei kleinen Töchtern bleibt nicht viel Zeit, um lange in der Küche zu stehen.

82 Kommentare

  • Hans-Jörg Schwetge

    betr.: Lektine
    der Artikel war sehr interessant und aufschlussreich.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Herr Schwetge,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das freut uns!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

      • Cosic Andrija

        Ihr Artikel ist sehr interesant aber dass stimmt schon was der US Herzchirurg behauptet , eine Lektinefreiekost ist keine Diet und es giebt genügend Lektinefreies Gemüse wie alle Kohlarten Fenchel Brokoli Kokosöl Oliven Öko-Fleisch ÖkoEier Zitrusfrüchte ApfelBirne Beeren und noch veles mehr wie Frischkäse Joghurt , diese Laktosefreie Lebensmittel weden ebenfalls von Krebsforschung empfihlen und nicht nur von dem US Herzchirurg , auf Grund des schon vorhandenen Angebots an Lektinefreien Lebensmiteln sehe ich keinen Grund für Aufregung über das Buch des US Arztes , ich finde gut dass er seine These Publik gemacht hat , freundliche Grüsse

    • Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel! Ich finde das sehr interessant, vor allem in Hinsicht auf den durchlässigen Darm… das soll ja eine Ursache dafür sein. Was denken sie darüber? Ich esse Getreide auch roh als Frischkornbrei, was angeblich sehr gesund sein soll. Da vielleicht lieber keinen Weizen mit reinmachen? Vielen Dank schonmal für die Antwort!

  • Manfred Buhmann

    Ja natürlich, darum wird die Bevölkerung z. B. auf Ikaria (Griechenland), Campodimele
    (Italien) und Ogliastra und der Barbagia (Sardinien) bei bester Gesundheit durchschnittl.
    bis zu 10 Jahre älter als der Mitteleuropäer. Dort stehen gerade die genannten Lebensmittel
    beinahe täglich in größeren Mengen auf dem Speiseplan. Die vergessen bei dieser Fehl-
    ernährung wohl nur zu sterben.

    • Ulrich Lilischkis

      warum antwortet die Ernähungswissenschaflerin hier nicht??? Wahrscheinlich haben Sie recht.

      • Dunja Rieber
        Dunja Rieber

        Hallo,
        Für den allgemeinen Teil der Bevölkerung stellen Lektine kein Problem dar. Dennoch gibt es Personen, die darauf empfindlich reagieren können – genau wie das auch bei Allergien oder Unverträglichkeiten der Fall sein kann.
        Viele Grüße,
        Dunja Rieber

    • Sie kochen diese Lektine auch ausgiebig oder werden gegart 😉 Antipasti etc PP. Ist doch klar. Roh wird das dort nicht gegessen. Erdnüsse werden in den Herkunftsländern auch gekocht, gegart, geröstet, etc.
      Ich finde diesen Artikel übrigens auch wirklich sehr lehr-und hilfreich sowie überaus nützlich! Vielen Dank Dunja!! 🙂

  • Gabriele Gebhardt-Clemens

    ich mag es bald alles nicht mehr lesen. Aber da ich gerne Tomaten esse und regelmäßig und viel, bin ich dann doch über diesen Artikel gestolpert. Tomaten also auch nicht mehr…. Dann bleibt nicht mehr viel. Dann ernähre ich mich bald nur noch von Zwiebeln, die stehen bei mir ebenfalls hoch im Kurs. Einen Artikel über Zwiebeln lese ich dann aber in Zukunft nicht mehr.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Gebhardt-Clemens,
      das kann ich gut nachvollziehen. Immer wieder werden Lebensmittel, die angeblich ungesund sein sollen, grundlos verteufelt. Daher ist es uns wichtig gerade in diesen Fällen hinterzuhaken. Denn wie schon im Artikel geschrieben: Die Dosis macht das Gift. Und wer nicht empfindlich darauf reagiert, kann und soll sich den Appetit auf Tomaten & Co. nicht verderben lassen!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

    • Mir geht gleich so☹

    • Jeder Italiener weiss, daß man bei Tomaten nur die Schale und die Kerne wegnehmen muss.
      Dann sind auch Tomaten Lektinfrei, das gleiche gilt auch für Paprika.
      Interessant, daß in der traditionellen Küche viele „seltsame“ Dinge getan werden (Fermentieren, lange Garzeiten, Zubereitung), welche offensichtlich sehr sinnvoll sind.
      Auch haben viele italienische Bauern einen Teil ihrer alten Getreidesorten bewahrt und bauen diese heute noch bzw. wieder in traditioneller Weise an.
      Und ausserdem: ohne Liebe zum Kochen nutzt die ganze Ernährungsdiskussion nicht viel 😉
      Ciao!

  • Gabi Spaeh

    Hallo Frau Rieber,
    die genannten Lebensmittel sind ja auch histaminhaltig bzw. gelten als Histaminliberatoren, und sind für Menschen mit entsprechenden Problemen tabu bzw. sollten eingeschränkt werden.
    Ist das Zufall oder könnten Sie Lektine einmal mit Histamin in Beziehung setzen und dies erläutern?
    MfG

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Spaeh,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar! Zu Ihrer Frage: Grundsätzlich stehen Histamin und Lektine nicht in einem direkten Zusammenhang. Personen mit einer Unverträglichkeit gegen Histamin können nach dem Verzehr von Tomaten mit Darmbeschwerden, Kopfschmerzen oder Quaddelbildung reagieren. Doch weil die Symptome vielfältig sind, ist die Diagnose entsprechend schwierig und die Dunkelziffer hoch. Da die Lektine zur Zeit ein Trendthema sind, denken viele bei Beschwerden nach dem Genuss von Tomaten evtl. in erster Linie an die Lektine als Ursache – obwohl möglicherweise die Histamine dahinter stecken. Weitere Informationen zur Histaminintoleranz finden Sie hier: https://www.lavita.de/blog/histaminintoleranz/
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Ulrike Schöne

    Wo genau stecken denn die Lektine ( Schale; Kerne ?..) Gibt es Alternativen( außer Kochen) zum völligen Verzicht?

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Schöne,
      Lektine kommen in hellem Auszugsmehl und damit auch in Lebensmitteln wie Weißbrot, Toast oder Brötchen vor. In Vollkornmehl und daraus hergestellten Produkten ist ihr Gehalt etwas höher. Zum Gehalt in Tomaten sind mir keine Untersuchungen bekannt. Aber da Lektine Fraßfeinde abwehren sollen, ist davon auszugehen, dass die Menge in der Schale (ähnlich wie bei Vollkorn) ebenfalls größer ist. Wenn Sie jegliche Lektine meiden möchten, bleibt leider nur, diese Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Sylvia Reschner

    Ich möchte lieber etwas mehr, als zu wenig über gesunde Ernährung und neueste Erkenntnisse erfahren. Wie ich damit umgehe, liegt ganz bei mir-ob ich panisch oder bewusst reagiere.
    Jeder Mensch kann selber entscheiden, wie er mit seiner Gesundheit umgeht. Wie heißt es so schön: „Wissen ist Macht“!
    Viele Menschen wundern sich, warum sie krank werden, obwohl sie „gesund“ leben, oft ist halt das vermeindlich „gesunde“ doch nicht für jeden gesund.
    Das Einzige, was mir an diesem Bericht nicht gefällt, ist der Titel „Warum jetzt jeder vor Tomaten Angst hat“- so etwas schürt Panik.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Reschner,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar! Ich stimme Ihnen zu, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung immer auch zumindest zum Teil individuell ist. Und wer informiert ist, findet natürlich leichter mögliche Ursachen für Unverträglichkeiten.
      Liebe Grüße,
      Dunja Rieber

    • Maria Gabriel

      ja genau, so ging es mir auch
      der Titel ist Bild-reisserisch und hilft
      damit nicht zur wahren Aufklärung und Information
      der Menschen, deren Leben vielleicht von einer
      guten Information abhängen kann.

      Ansonsten IST jeder Mensch einzigartig (Gene – an- oder abgeschaltet, Erfahrungen,
      Lebensumstände, Lebensumfeld auf allen Ebenen, …)
      und darf wirklich viel Zeit und Raum für sich SELBT einplanen,
      um sich selbst wahrhaft kennen zu lernen :).

  • Andreas Wagner

    Jetzt wird also wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt…..Leute gehts noch! Alles was gut und richtig für unsere Vorfahren war und sie hat überleben lassen, soll plötzlich alles schlecht und böse sein……na wenn da mal nicht wieder Lobbyisten dahinter stecken die uns mal wieder klar machen wollen…..mehr Fleisch zu essen. Ich glaube niemanden mehr ein Wort….keinen sogenannten Experten die immer nach Jahren zurück rudern und uns dann weiss machen wollen….sorry, ein Glas Rotwein am Abend ist doch nicht so gesund, wie wir seit Jahren behauptet haben….oder Demeter und wie sie alle heißen…..der größte Schmus mit dem Etikett Bio und Natur bla bla bla……wo bitte ist eigentlich die Verbraucherminsterin oder haben wir einen Verbraucherminister……keiner weiss es :-)……Die Lösung: Orientiert euch nach eurem Bauchgefühl und versucht euch zu erinnern was damals vor 30/40/50 Jahren und noch früher unsere Eltern und Großeltern gegessen haben. Und lasst euch nicht ständig von den sogenannten Experten immer und immer wieder was neues Erzählen…… ich kennen keinen der auch nur einen Hauch von einer Ahnung in seinem Job hat.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Herr Wagner,
      leider gibt es in der Wissenschaft immer wieder widersprüchliche Ergebnisse, das stimmt. Jeder Mensch ist anders und auf sein Bauchgefühl zu hören, ist sicherlich ein guter Tipp, gerade wenn es um Unverträglichkeiten geht.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

      • Intolerant

        Hier geht es ja auch um Menschen mit Beschwerden und nicht um eine allgemeine gesunde Ernährung!!! Ich finde es schon gut möglichst viel auszuprobieren oder wegzulassen, bevor ich zu Medikamenten greifen muss. Freuen Sie sich, dass Sie anscheinend nicht auf so etwas achten müssen und genießen Sie alles, was Ihnen schmeckt. Dieses Privileg haben heutzutage nicht mehr viele.

    • Andreas Jähn

      Hallo – ich lese mit sehr großem Interesse Ihren Kommentar zu diesem Thema. Ich kann Ihnen genau sagen, was meine Großeltern vor 40-50 Jahren gegessen haben, da ich dieses Eßverhalten über meine Mutter gelernt habe: 1) Viel Schweinfleisch – vorallem auf Geburtstagsfeiern mit Schweinemettbrötchen 2) Wenig Gemüse 3) Viel Kuchen mit Zucker 4) Brot und Brötchen mit Auszugsmehl ohne Vollkorn. Das sind nur 4 Zutaten in deren Leben, die zu folgendem Ergebnis führten:
      Meine Großeltern waren beide mit 60 Jahren plötzlich Diabetiker und mußten sich täglich Insulin spritzen; mein Großvater verstarb mit 74 Jahren qualvoll an einem Dickdarmkarzinom und meine Großmutter litt unter Gicht und ab 75 unter Demenz. Aufgrund ihres stetig hohen Konsums an
      Schweinefleischs, welches aufgrund seiner entzündungsfördernder Stoffe wie die Arachidonsäure
      ihre „Gicht“-Finger kaum noch bewegen ließ, starb sie im Alter von 77 Jahren an Herzversagen.
      Damals wußte man nicht viel über die Folgen einer ungesunden Ernährung. Es gab natürlich auch
      andere Leute, die sich schon damals halbwegs gesund ernährten und noch ein langes Leben führen konnten, aber die waren wohl selten. Aber mit einer Sache geben ich Ihnen auf jeden Fall
      recht: Man muss auf die Symptome seines Körpers hören und danach handeln – kein Arzt der Welt
      kann das ersetzen !! Es grüßt Andreas

    • Wissen Sie auch wie unsere Grosseltern gekocht haben? Nach langen unwiesenden Kommentar denke ich das nicht!

    • Ingrid Gassner

      Ich habe vor 45Jahren mehrere Operationen, sehr viele Medikamente ruinierten meinen Darm.
      Damals wusste man nichts über Reizdarm. Ich ernährte mich von Reis, Kartoffeln, viel Gemüse, war super schlank. Manchmal stand ich vor dem offenen Kühlschrank, schaute hinein, machte ihn wieder zu und aß eine Reissuppe.
      Ich habe alles überlebt, bin mit der Zeit weniger hysterisch gegenüber den Lebensmitteln geworden.
      Kaufe aber nichts fertiges, kaufe ab Hof, oder im Bioladen, koche selbst, denn das größte Gift für den Darm sind Glutamate, Lebensmittelfarben, und vieles mehr, dass kleingeschrieben auf den Verpackungen steht!!! Ihr braucht nur ein bisschen Zeit dafür und ihr wisst was ihr zu euch nehmt.

  • „Warum jetzt alle Angst vor Tomaten und Vollkorn haben“……ich habe keine Angst, also sind es nicht alle Menschen! Diese Überschrift ist darüberhinaus nicht in Ordnung weil sie dem Leser suggeriert, dass Tomaten und Vollkorn krank machen. Dabei macht nur eines ganz sicher krank – ANGST. Die Deutschen geben in Europa am meisten für Nahrungsergänzungsmittel etc. aus, sind aber bei weitem nicht die Gesündesten. Woran das wohl liegt. Gesundes Essen sollte Freude bereiten und ein Genuss sein und kein Verzicht aus Angst heraus.
    Ich habe den Newsletter gerade gekündigt….dieser Artikel hat mich unglaublich genervt!

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Koch,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Gerade weil so viele Menschen unnötig Angst vor manchen Lebensmitteln haben, finden wir Information und Aufklärung besonders wichtig. Wie schon geschrieben, entscheidet bei Lektinen (wie bei vielen anderen Inhaltsstoffen auch) die Menge über gut oder schlecht. Natürlich sollte auch bei einer ausgewogenen Ernährung nie die Freude am Essen verloren gehen!
      Herzliche Grüße
      Dunja Rieber

    • Michaela Ziehe

      Klaus Wührer stellt mit seinem neu veröffentlichten Buch „Zucker macht krank – Vollkorn macht kränker … und keiner merkt´s“ die Ernährungswelt auf den Kopf. Er belegt mit wenigen, einfachen, hieb- und stichfesten Fakten, dass Vollkorn auch nur Zucker ist und entlarvt so den Mythos vom „gesunden Vollkorn“. Er holt das Goldene Kalb Vollkorn vom Sockel und zeigt auf, was wirklich alles drin ist: Der Hauptbestandteil von Getreide ist Stärke. Stärke ist Traubenzucker. Stärke aus Vollkornprodukten erscheint genauso schnell im Blut wie blanker Haushaltszucker (Glykämischer Index). Dadurch ist die Blutzuckerbelastung nach 2 Scheiben Vollkornbrot so groß wie nach 22 Würfelzucker oder 1,5 Tafeln Schokolade (Glykämische Last). Vollkornbrot ist auch nicht nährstoffreich. Sogar Vollmilchschokolade hat mehr Nährstoffe als das „Goldene Kalb“ Vollkornbrot (Quelle: Bundeslebensmittelschlüssel). Das Tückische ist: Stärke schmeckt nicht, deshalb merkt man nicht mal 1 TL von den 15 TL Zucker, die eine Portion Brot, Nudeln oder Reis liefert. Somit konsumiert man mit den vermeintlich „gesunden Kohlenhydraten“ die Zuckermenge von 5 Tafeln Schokolade täglich – und das gilt offiziell als gesund! Da die Blutzuckerbelastung von Stärke ähnlich hoch ist wie von blankem Zucker, verursacht Stärke genauso viele Belastungen und Schäden wie auch der Haushaltszucker – Vollkorn ist Zucker!

  • Beate Palier

    Sehr geehrte Frau Rieber,

    Ihr Artikel ist für mich sehr kompetent geschrieben, er hat Klarheit in das Thema Pektine und Antinährstoffe gebracht. Das Thema „leaky gut Syndrom“ als Basis für stille Entzündungen und damit für fast alle Krankheiten, ist in meinem Umfeld sehr sehr präsent. Verschiedene Therapeuten haben mir versichert, ein gesunder Darm sei selten geworden. Dennoch bin ich persönlich der Überzeugung, dass eine Mischkost uns besser tut als die Beschränkung auf 2 Hand voll Lebensmitteln, die man dann noch essen sollte, UND dass der Spass daran, leckeres frisch zu kochen und der Genuss beim Essen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie gut wir unsere Nahrung verdauen können.

    Vielen Dank für Ihren Artikel, ich freue mich auf weitere!

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Sehr geehrte Frau Palier,
      Vielen Dank. Da kann ich Ihnen voll zustimmen: Eine gesunde Ernährung sollte immer möglichst ausgewogen sein und sich nie nur auf wenige Lebensmittel beschränken. Umso besser wenn man mit Freude und Genuss dabei ist und sein Essen möglichst oft frisch zubereitet!
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

  • Rosemarie Müller

    der Artikel ist sehr interesant, ich belese mich im Moment sehr viel da mein Mann sehr krank ist. Ich entscheide mich doch oft nach meinem Bauchgefühl und solange wie uns vieles gut bekommt, werden wir es weiter essen und trinken. Natürlich weiß ich, was meinen Mann
    schaden würde und lasse einige Lebensmittel weg.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Müller,
      eine gute Entscheidung! Ihnen und vor allem Ihrem Mann weiterhin alles Gute,
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Bärbel Marx

    Ja, das ist ein sehr interessanter Bericht. Habe sehr starken Morbus Crohn und kann mir oft nicht erklären , warum ich schon wieder Durchfälle usw. bekomme. Evtl hängt das dann doch mit dem „Vollkorn“ zusammen. Tomaten und Linsen widerstehen mir schon lange – vielleicht weil ich sie nicht vertrage – Nüsse kann ich überhaupt nicht essen ( ausser in Kuchen = erhitzt). Werde jetzt mal wieder alles genaustens austesten .
    Danke für den Tipp.
    Würde mich auch mal gerne über verschiedene Nahrunsmittel austauschen, da ich von der Schulmedizin immer nur „belächelt“ werde.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Marx,
      Gerade bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts zeigt sich immer wieder deutlich wie verschieden der Mensch auf Lebensmittel reagieren kann. Das eigene Empfinden ist hier oft der beste Ratgeber. Alles Gute für Sie,
      Dunja Rieber

    • Michaela Ziehe

      Das Einweichen baut diese Antinährstoffe ab und spaltet sie in leichter verdauliche Einheiten auf.
      Info: Folgende Einweichzeiten gelten als Faustregel:
      • Macadamianüsse (Einweichzeit: 4 Stunden)
      • Paranüsse (Einweichzeit: 6 Stunden)
      • Cashewkerne (Einweichzeit: 6 Stunden)
      • Walnüsse (Einweichzeit: 6 Stunden)
      • Haselnüsse (Einweichzeit: 8 Stunden)
      • Pekannüsse (Einweichzeit: 8 Stunden)
      • Mandeln (Einweichzeit: 8 Stunden)
      • Sonnenblumenkerne (Einweichzeit: 6-8 Stunden)
      • Kürbiskerne (Einweichzeit: 12 Stunden)

  • Annette Okorn

    Jeder sollte doch für sich entscheiden was ihm gut tut. Frisch zubereitetes Essen ,egal welche Ernährungsform ,das mit Genuß verzehrt wird wird auch bestimmt keinen Schaden anrichten.Wenn mir etwas nicht bekommt esse ich etwas anderes. Kritisch sehe ich eher alles an Fertiggerichten und ganz besonders die veganen Fertiggerichte. Das sollte schon eher die Ausnahme sein. Auch mit noch so gesundem Essen müssen wir irgendwann einmal diese Welt verlassen, aber bis das soweit ist sollten wir das Leben genießen. Zuviel denken über Gefahren macht auch krank.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Okorn,
      auf eine frische Zubereitung zu achten, ist sicherlich eine gute Vorraussetzung für eine gesunde Ernährung. Wer dann noch auf Abwechslung achtet und möglichst naturbelassene Lebensmittel wählt, kann damit viel für seine Gesundheit tun.
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

    • und wieso bitte ausgerechnet die veganen fertiggerichte? das ist ja total sinnfrei! als ob irgendwas ungesund wäre, nur weil es keine leichenteile oder körpersekrete enthält?! darin offenbart sich ihre abneigung gegen „zuviel denken“. *kopfschüttel*

      • Intolerant

        Ich denke, hier ging es um die Inhaltsstoffe in veganen fertiggerichten, die die Konsistenz oer den Geschmack von Fleisch suggerieren sollen. In vielen fertiggerichten, die wie Fleisch aussehen oder schmecken sollen, sind viele E-Stoffe, Geschmacksverstärker und Chemie enthalten.
        Gegen eine frisch zubereitete vegane Ernährung wurde hier nicht gehatet.

  • Mike Gerhard

    Hallo Fr. Rieber !!
    Welchen US Arzt meinen Sie denn ? Ich fand beispielsweise die Arbeit von Peter J. D`Adamo sehr interessant der sich ebenfalls u.a. mit den Lektinen befasste und die Blutgruppenernährung „erfand“, die ich im übrigen bisher erfolgreich anwende. Die Blutgruppe scheint ein entscheider Faktor zu sein, der m.M. nach zu wenig berücksichtigt wird.
    Liebe Grüße

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Herr Gerhard,
      er freut mich, dass Ihnen die Blutgruppenernährung so gut tut. Der Artikel zu den Lektinen bezieht sich auf die Aussagen des US-Kardiologen Dr. Steve Gundry, der zu diesem Thema auch ein Buch verfasst hat.
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

  • Claudia Barthel

    Hallo Frau Rieber,
    ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass das Lektin in den Tomaten sehr gesund und besonders gut für strapazierte Haut sein soll. Seit ca. einem halben Jahr esse ich deshalb täglich einen Teelöffel Tomatenmark. Hm, geht es mir jetzt besser oder schlechter? Ich merke keine Veränderung. Aber sollte ich das Tomatenmark vorsichtshalber nicht mehr nehmen?
    Viele Grüße

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Barthel,
      vermutlich meinen Sie Lycopin? Der rote Farbstoff der Tomaten gilt wegen seiner antioxidativen Eigenschaften tatsächlich als sehr gesund. Das Lycopin aus Tomatenmark kann der Körper besonders gut verwerten, sogar besser als das frischer Tomaten. Daher spricht nichts gegen einen täglichen Löffel Tomatenmark – bleiben Sie gerne dabei!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Ich habe das Buch von Steven Gundry gelesen und sechs Wochen auf sämtliche Lektine verzichtet. Nun führe ich sie langsam wieder ein, jedoch mit der richtigen Zubereitung.
    Der Verzicht auf diese Lebensmittel hat mir sehr geholfen. Schon zwei Wochen nach Beginn der „Kur“ hate ich keine Arthrosenschmerzen mehr. Ich habe dadurch auch gemerkt, dass ich Soja gar nicht vertrage und davon starke Magen-Darm-Beschwerden bekomme.
    Auch die Umstellung auf A2-Proteine in Milchprodukten war für mich hilfreich. Die ersten Tage sind jedoch schon schwer durchzustehen. Es fiel meinem Körper schwer, sich umzustellen.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Simone,
      es freut mich, dass die Ernährungsumstellung bei Ihnen so positive Wirkungen zeigt!
      Alles Gute für Sie weiterhin,

      Dunja Rieber

  • Angelica Ballhausen

    Hallo Frau Rieber,
    vielen Dank für die sehr verständlich aufbereitete Erklärung. Mein 15-jähriger Sohn hat von einer Internistin mittels Bioresonanztest ein Leaky-Gut-Syndrom, EBV Belastung und Insulinresistenz diagnostiziert bekommen. Daher suche ich jetzt im Netz nach weiteren Informationen. Die Ernährungs-Empfehlung ( neben umfangreicher Mittelverschreibung) lautet nun: kein Gluten, Zucker, Milch, Mais, Soja, Cashews, Erdnüsse und Kartoffeln. Hülsenfrüchte nur mindestens eine Stunde gekocht und keine Hülsenfrüchte-Lebensmittel, die möglicherweise mit Schale verarbeitet wurden. In Ihrem Artikel klingt es weitaus weniger dramatisch. Hat die Ärztin da vielleicht etwas überreagiert? Was koche ich dem armen Jungen nun bloß?
    Vielen Dank und Herzliche Grüße!

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Ballhausen,
      Strenge Speisepläne, bei denen mehrere Grundnahrungsmittel vom Speiseplan gestrichen werden, verordnen Ärzte in der Regel zeitlich begrenzt, z. B. für einige Wochen. Nach und nach kommen einzelne Lebensmittel wieder dazu. So erkennen Sie, welche Lebensmittel Sie vertragen und welche Sie lieber weglassen sollten. So können Sie den Ursachen für Beschwerden auf die Schliche kommen. Natürlich können Mais oder bestimmte Nüsse ein Auslöser sein, aber Sie sollten immer induviduell austesten, ob das auch in Ihrem Fall so ist.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • barbara wesseloh

    Ich verzehre tägl. ca. 500g magere Milchprodukte. Ist das problematisch??

    Vile Grüsse, Barbara Wesseloh

  • Danke, –
    in einer Zeit wo Allergien / Unverträglichkeiten (fast täglich) zunehmen, war selbst für mich als Diätetisch geschulter Küchenmeister dieser Beitrag sehr hilfreich für meine Arbeit.

  • Meine Frage zu Lektinen.
    Ich esse jeden Morgen eine rohe, rote Paprika.
    Ausserdem esse ich meinen Joghourt gerne mit Leinsamen. Ihr Artikel hat mich
    verunsichert und ich frage mich, ob das überhaupt so gesund ist wie ich dachte. Ich leide an Herzrhythmus Störungen und glaubte bislang, dass ich dadurch Magnesium und Kalium in ausreichender Menge zu mir nehme.
    Natürlich bin ich in regelmäßiger, ärztlicher Behandlung und mir geht es auch gut. Aber jetzt bin ich
    nicht mehr sicher, ob ich alles richtig mache. Da da noch die Sache mit den vielen Besenreitern an meinen Beinen ist, die immer mehr zunehmen. Durchblutungsstörungen wurden nach einer Untersuchung ausgeschlossen. Allerdings habe ich nie mit meinen Ärzten über Ernährung gesprochen, da ich der Meinung war, dass ich da alles richtig mache. Ich bin zufaellig
    auf ihren Artikel aufmerksam geworden. Über Lektine wusste ich bis heute noch gar nichts. Deshalb wäre mir eine zusätzliche Meinung wichtig um nochmal darüber nach zu denken. LG Karin

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Karin,
      was Lektine angeht, ist Ihr Bauchgefühl ein guter Ratgeber. Die Mengen an Lektinen, die in Paprika oder anderem Gemüse enthalten sind, schaden in der Regel nicht. Bei empfindlichem Darm kann es helfen, lektinhaltige Lebensmittel wegzulassen. Aber hier gilt: Probieren geht über Studieren. Wenn Sie rohe Paprika gut vertragen, bleiben Sie gerne dabei! Über einen Einfluss von Lektinen auf die Durchblutung gibt es bisher keine Erkenntnisse.
      Alles über eine gesunde Ernährung finden Sie hier.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Hallo Frau Rieber,

    vielen Dank für Ihren Artikel über die Lektine. Ich habe bereits das Buch von Dr. Gundry gelesen und habe beschlossen, seine Ernährung auszuprobieren. Ich ernähre mich bereits aufgrund von Unverträglichkeiten vegan. Leider musste ich feststellen, dass ich aufgrund der vielen Kohlsorten und auch der Rohkost in den Rezeptvoschlägen dann doch wieder Beschwerden bekam. Daher meine Frage:
    – Ich finde es wahnsinnig schwierig passende Rezepte zu finden (vegan, glutenfrei, lektinarm). Haben Sie einen Tipp, wo ich da fündig werde (Buch oder Internet)?
    – Macht es aus Ihrer Sicht mehr Sinn, auf alles zu verzichten (wie im Buch – nicht ganz einfach bei den vielen Unverträglichkeiten) und dann wieder einzuführen oder andersherum einzelne Lebensmittel wegzulassen und zu schauen, was sich verändert?
    – Ich habe versucht herauszufinden, ob die verschiedenen Pflanzenmilchsorten (Reis, Soya, etc.) lektinreich oder durch die Herstellung eher lektinarm sind. Leider habe ich dazu nichts gefunden. Wissen Sie etwas darüber?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!
    Herzliche Grüße,
    Bella

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Bella,
      zu Ihren Fragen:
      – Sojamilch ist durch den hohen Gehalt an Wasser quasi „verdünnt“. Letztlich sind nur 5 Prozent Soja enthalten, daher ist davon auszugehen, dass Sojamilch eher lektinarm ist, zumindest im Vergleich zu Sojaprodukten wie Tofu. Das gleiche gilt für Hafermilch und Reismilch. Ich habe mich bei einem Hersteller für pflanzl. Milch erkundigt und informiere Sie, sobald ich genaue Informationen erhalte.
      – Bezüglich veganer und reizarmer Küche kann ich Ihnen das Buch „Vegan Tut gut – schmeckt gut“ empfehlen.
      – Es ist tatsächlich schwierig in der Testphase alle Lebensmittel wegzulassen. Die von Gundry genannten Kartoffeln sollte man seiner Empfehlung nach ebenfalls meiden, zählen aus meiner Erfahrung jedoch zu den Lebensmitteln, die sogar bei Reizdarm gut vertragen werden. Mein Rat: Sie wissen bereits, dass Rohkost und Hülsenfrüchte Ihnen zu schaffen machen. Lassen Sie diese eine Zeit lang bewusst weg. Bleiben Beschwerden, lassen Sie nach und nach die Lebensmittel weg, die Ihrer Einschätzung nach am ehesten in Frage kommen.
      Herzliche Grüße und alles Gute für Sie,
      Dunja Rieber

    • ciao bella, kennst du schon http://www.kochtrotz.de ? steffi hat tolle rezeptideen bei unverträglichkeiten.
      lg, caro

  • K. Wagner

    Liebe Frau Rieber,

    Auch ich fand Ihren Artikel sehr interessant. Er hat mich auf neue Ideen gebracht und ich werde, soweit möglich, ein paar neue Sachen ausprobieren.
    Ich habe, seitdem ich 2013 an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war, dass leider damals nicht erkannt und völlig falsch behandelt wurde, sehr große Probleme mit meinem Darm. Der EBV hat mich in meiner schwächsten Zeit meines Lebens getroffen, ich war damals 30 Jahre alt, habe noch gestillt, konnte nachts nicht gut schlafen, weil mein Kind jede Stunde wach wurde, hatte noch ein weiteres Kleinkind zu Hause und war schon wieder arbeiten. Unterstützung hatte ich so gut wie gar nicht. Meine Ärztin diagnostizierte damals alles mögliche, nur kein EBV. Ich bekam ca. 5x in dem Jahr Antibiotika, was meinem Bauch den Rest gegeben hat. Seitdem habe ich sehr viele Allergien bekommen, eine sehr starke Fructoseunverträglichkeit, Asthma und bin öfter erkältet, als ich gesund bin. Ich hatte teilweise einen fürchterlich schlechten Ferritin-Wert, Extrem starken Vit D- und Folsäure-Mangel. Das habe ich versucht auszugleichen, genau wie den Vit. B12-Mangel.
    Außerdem habe ich 2015 mit der Fructose-Diagnose konsequent meinen Zuckergenuss umgestellt und 2 Jahre lang auf Gluten und seit dem komplett auf Alkohol verzichtet. Das alles hat viel gebracht, aber ich habe immernoch einiges an Beschwerden. Insbesondere mit der Haut, den Allergien (die irgendwie immer mehr werden) und den Atemwegen. Auf viele Lebensmittel reagiere ich nach wie vor sehr empfindlich. Sehr müde und leistungsschwach fühle ich mich leider auch noch und Gelenk- und Muskelveschwerden sind mir auch geblieben. Nur die leichte Histamin-Unverträglichkeit und Verstopfungen hatte ich eigentlich schon immer.
    Aber die ständige Übelkeit, ständiges Sodbrennen, die Atemnot und das Gefühl so alt zu sein, dass ich gleich sterbe, sind zum Glück seit der Ernährungsumstellung 2015 weg. Zusätzlich habe ich mir auch Mühe gegeben die Darmflora wieder aufzubauen.
    Gewichtsprobleme hatte ich allerdings nie. Ich habe schon immer eher zu wenig gewogen, es geht seit 20 Jahren nichts rauf und nichts runter. Das ist also sehr stabil. Allerdings habe ich mich deswegen früher extrem mit Zucker vollgestopft.
    Meinen Sie, es könnten noch die Lektine sein, die mir nach wie vor zu schaffen machen?
    Ich habe bisher noch keinen Arzt gefunden, der das alles einmal gemeinsam berücksichtigt.
    Vielen Dank für Ihre Arbeit!
    Alles Gute weiterhin.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Wagner,
      Es freut mich sehr, dass es Ihnen bereits besser geht, seit Sie Ihre Ernährung umgestellt haben. Der Darm gilt als Zentrum unserer Gesundheit: Über ihn nehmen wir Nährstoffe auf, ein Teil unseres Immunsystems sitzt dort und er beherbergt auch eine ganze Reihe von wichtigen Hormonen. Manche nennen ihn zweites Gehirn. Der Darm kann uns definitiv helfen, herauszufinden was uns guttut und was und Kraft und Energie spendet. Sie selbst sind der beste „Kenner“ Ihres Körpers, vertrauen Sie ruhig auf die Signale und lassen weg, was Ihnen Bauchweh bereitet. Hitzestabile Lektine finden sich vor allem in Weizen, Lektine aus Gemüse und Hülsenfrüchten werden durch das Kochen zerstört. Wenn Sie diese Lebensmittel einige Tage weglassen, können Sie feststellen, ob Sie auf Lektine empfindlich reagieren. Ich empfehle Ihnen einen Termin in einer größeren Klinik/Uniklinik mit spezialisierter Gastroenterologie zu machen. Dort stehen differenziertere Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, auch in Kombination mit ausführlicher Ernährungsberatung.
      Alles Gute für Sie!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

    • hallo, ich empfehle unbedingt mal das buch: Heile deine Schilddrüse. dr. williams hat sehr interessante forschungen zu ebv (hab es auch!) und empfiehlt eine spezielle ernährung, die ebv die grundlage entzieht..
      lg caro

  • Andrea Bernhardt

    Ich habe Schuppenflechte Astmah Gelenk Beschwerden Verstopfung Blähungen. …kann es sein das Lektine einen sogenannten undichten Darm gemacht haben,und meine Beschwerden daher resultieren?
    Wäre sehr dankbar über eine Antwort
    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea

  • Arnd Erbel

    Hallo Frau Rieber,
    vielen Dank für Ihren sehr lesenswerten Artikel. Ich bin auch grundsätzlich davon überzeht, dass wir bei unserer Ernährung ansetzen müssen, wenn wir Ursachen für Unwohlbefinden suchen. Ich backe täglich und versuche meinen Teil für gesunde Ernährung durch lange Fermentationszeiten beizutragen. Selbst Brezln, Croissants, Plundergabäcke und ‚Hefezöpfe‘ werden ohne Backhefe gebacken und fermentieren üblicherweise ca. 20 Stunden. Auch backe ich sehr viel mir Dinkel, bin mir jedoch nicht klar, ob Dinkel ebensoviele Lektine enthält, als üblicher Weizen. Diese Frage stellen sich momentan viel Ernährungsbewusste Konsumenten. Wissen Sie, wo man hierzu eine verbindliche Information bekommen kann?

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Herr Erbel,
      leider fehlt es in diesem Bereich an Grundlagenforschung, selbst wiss. Datenbanken liefern hierzu keine Informationen. Sobald ich verlässliche Daten erhalte, informiere ich Sie!
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

  • Hallo!

    Interessant ist, dass besagter US-Arzt mit seiner Erkenntnis über die Schädlichkeit der Lektine sein Produkt bewirbt, mit dem er unsere geschädigten Gedärme sanieren könne!

    Pillen, für die der „Patient“ dann 70€ bezahlt und dafür gerade mal eine Monatsration erhält.
    Das soll auch noch schlank machen! Voll im Trend, was!!??

    Allein das lässt mich an der Seriosität solcher „Studien“ erheblich zweifeln.

    • Michael G.

      Welche Pillen sollen das sein? Dann bitte auch klar benennen und nicht den Arzt verurteilen. Hunde hat ein Buch verfasst um die Menschen zu sensibilisieren hinsichtlich ihrer Ernährung und damit großen Erfolg. Ich selbst ernähre mich lektinfrei und es ist eklatant welche positiven Veränderungen eingestellt haben. Solange jemand gesund ist mag er er dies alles immer für Unfug halten. Letzlich ist hinreichend wissenschaftlich bewiesen dass bestimmte Lektine dem Darm schaden. Bewusste Ernährung als Thema oder alles in Maßen als Phrase ist uns allen bekannt. Gundry gibt hier aber einen zentralen Hinweise zu Lektinen die verantwortlich sein können für diverse Erkrankungen. Insofern dies den betroffenen Menschen hilft ist dies großartig denn es werden ja auch Ernährungstipps gegeben und es ist nach wie vor möglich ganz toll und frisch zu kochen. Es ist schön dass durch diesen Blog weitere Menschen zu diesem Thema sensibilisiert werden können.

  • Robert Pfeiler

    Ich ernähre mich nun seit 4 Jahren nach Paleo. Ich habe die Paleo-Ernährung selbst instinktiv entdeckt. Es war im Urlaub. Ich habe angefangen mich bei bei meinen Outdoor-Ulruaben nur noch von Früchten, Beeren und Nüssen, frischem Fisch und gekochtem Gemüse zu ernähren, ohne dass ich bis dahin je von der Paleo-Ernährung gehört hatte. Nur hatte ich festgestellt, dass mich verschiedene Lebensmittel aufblähen, unerträglich aufblähen, und der Stuhlgang danach jedesmal grauenvoll unangenehm wurde … als ich all das weg lies – wie gesagt – erst nur im Urlaub, waren alle unangenehmen Erscheinungen verschwunden, aber nicht nur das!!! Ich bemerkte jede Menge positive Verbesserungen, die ich bisher NIEMALS der Ernährung zugeschrieben hätte: 1. Der große Hunger war weg! Kein Heißhunger mehr! 2. ich war den ganzen Tag durch wacher und immer fisch im Kopf! Das Nachmitags-Tief war komplett weg! 3. Ich fühlte mich kraftvoll und stark, obwohl ich nur wenig aß! 4. Die Schuppenbildung auf der Kopfhaut war viel, viel besser, 5. UND VOR ALLEM: Die seit meiner Kindheit bestehende Verschleimung der Atmewege war auch so gut wie weg!!! Jahrzehnte hatte ich daran gelitten! Ausgelöst durch eine Hausstaub-Allergie, trat diese Verschleimung auf, niemand, kein Arzt hat sie in den Griff bekommen, ohne Getreide-Produkte: alles weg!!! Und der Nebeneffekt: Ich halte mein Idealgewicht mühelos!!! … Irgendwann habe ich dann mal „gegoogelt“ und siehe da, es gab eine Ernährung, die das genauso vorschlägt die Paleo-Ernährung! Seither kann ich nicht mehr glauben, dass die Medizin sich nicht viel mehr diesem Thema widmet! Auch Sie schreiben hier eher beschwichtigend, so dass Lektine auch positive Wirkungen haben können, … die Menschhiet vergiftet sich geradezu mit vorallem schnell gebackenen Weizenprodukten aller Art! Und dem Weizen wurde sogar noch genetisch das Lektin Gluten durch Zuchet verdopplet, alles nur, damit er maschinell besser zu verarbeiten geht … die Gesundheit von Millionen von Menschen bleibt dabei auf der Strecke. Bei Alzheimer und Parkinson wurde entdeckt, dass sich, wortwörtlich „klebrige Eiweißmolkühle“ an die Nervenenden haften … na, wer 1 un1 zusammenrechnen kann, weiß woher das kommt!

  • Theodor Kopp

    Hallo Frau Rieber,

    ich habe einen Videobericht von eine gewissen Dr. „spanisch/franz. klingender Name“ (spricht französisch). Viele der von ihm beschreibenen Sympthomen treffen auf mich zu.
    Ärzte konnten mir nicht helfen und schoben dies auf psycho-somatische Ursachen zurück (immer so, wenn keine Lösungen nach vielen Experten nicht gefunden werden).
    Die Frage ist nun was von seinem Vortrag zu halten ist oder handelt es sich hier nur um Scharlatanerie, nur um Geld von den Leuten abzuzocken. Gibt es für seine Behauptungen handfeste Studien oder sonstige Nachweise?
    Auf der anderen Seite bin ich so verzweifelt keine Lösung für mein Problem zu finden, dass ich schon bereit wäre Sch…. zu essen, nur damit es besser wird. Ist vielleicht an seiner Lektine-These doch etwas dran?

    Vielen Dank

    Theodor

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Herr Kopp,
      ich würde nicht sagen, dass an der Lektin-These nichts dran ist. Aber man muss bedenken, dass manchmal gerade allgemeinere Symptome, die auf viele Menschen zutreffen, genannt werden, um die eigenen Theorien zu unterstützen. Die Medizin stößt leider oft an ihre Grenzen und ich weiß wie schwierig es ist, wenn Beschwerden deshalb nicht ernst genommen werden. Dabei sind wir selber eigentlich der beste Kenner unserer Gesundheit. Wenn Sie durch Weglassen lektinhaltiger Lebensmittel Besserung verspüren, haben Sie ein eindeutiges Ergebnis. Es kann sich auch durchaus der Bescuh einer spezialisierten Fachklinik lohnen, auch wenn der Weg etwas weiter ist. Außerdem empfehle ich unseren Artikel über FODMAPS: https://www.lavita.de/blog/fodmaps/
      Herzliche Grüße und alles Gute für Sie,
      Dunja Rieber

  • Hallo Frau Rieber,
    ich habe erst vor 2 Tagen etwas von Lektinen in Verbindung mit gesundheitlichen Problemen gehört und war etwas im Zwiespalt, was ich denn jetzt eigentlich noch essen kann.
    Viele meiner gerne gegessenen Nahrungsmittel würden bei einer Lektindiät wegfallen, wie Hülsenfrüchte, Tomaten, Paprika, Aubergine oder auch Spaghetti. Ihr Artikel hat mir da zur rechten Zeit die größten Zweifel zerstreut.

    Vielen Dank dafür!

  • Danke für den interessanten Artikel!

    Eine Frage: Ich konsumiere rohe Sprossen. Man sagt nun, dass während des Keimvorgangs Lektine abgebaut würden. Kann ich Sprossen von Mungobohnen und Linsen roh verzehren, wenn sie über das Stadium des Keimlings hinaus sind? Oder ist mit gesundheitlichen Wirkungen zu rechnen?

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Berta,
      leider gibt es kaum wissenschafltiche Daten über den Gehalt an Lektinen in gekeimten Sprossen. Nur eine Studie (Bau et al., 1997) konnte ich diesbezüglich finden. Untersucht wurde der Gehalt an Lektinen in Sojasprossen. Nach vier Tagen Keimzeit reduzierte sich der Lektingehalt lediglich um 4 Prozent. Ob Lektine Probleme bereiten, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Wenn Sie wissen, dass Sie empfindlich auf Lektine reagieren, sind erhitzte Sprossen für Sie die bessere Wahl.
      Herzliche Grüße
      Dunja Rieber

      • Hallo, vielen Dank für die Antwort!!

        Das bedeutet also, dass ich rohe Linsen- und Mungobohnensprossen essen kann, wenn das keine spürbaren negativen Auswirkungen auf mich hat?
        (Ich betone hiermit, dass ich die Antwort nicht als ärztliche Beratung verstehe und bevor ich die erste Sprosse unerhitzt in den Mund schiebe, meinen Arzt um Rat fragen werde. Mich interessiert nur Ihre unverbindliche Meinung.)

        • Dunja Rieber
          Dunja Rieber

          Hallo Berta,

          Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt Linsen- und Mungbohnensprossen vor dem Verzehr zu erhitzen, um das enthaltene Phasin zu zerstören. Auch in Asien werden die Sprossen traditionell erhitzt verzehrt. Natürlich kommt es aber auch immer auf die Menge an. In meinem Bekanntenkreis essen einige Sprossen roh – in kleinen Mengen und ohne Beschwerden. Ich persönlich esse Sprossen allerdings ebenfalls am liebsten erhitzt.
          Herzliche Grüße,
          Dunja Rieber

    • Christian Guse

      Hallo Berta,

      bei meiner Recherche zu genau diesem Thema bin ich auf diese Seite gestoßen und die Frage. Etwas später habe ich einen Artikel von 1994 gefunden in dem holländische Forscher den Lektingehalt von weißen Bohnen (anhand eines Extraktes) vor, während und nach dem Keimvorgang (7 Tage) beobachtet haben. Der Lektingehalt sank in dieser Zeit um 85% und die Fähigkeit der Lektine an den Bürstensaum der Darmschleimhaut zu binden um 91%. Auch der Trypsin-Inhibitor-Gehalt sank deutlich (76%). Vielleicht interessiert Sie das ja. Der Titel der Arbeit lautet: „The degradation of lectins, phaseolin and trypsin inhibitors during germination of white kidney beans, Phaseolus vulgaris L.“ Ich persönlich keime meine Sprossen immer selbst, so ist neben dem Ausgangsmaterial auch die Keimdauer kontrollierbar.

      Viele Grüße,

      Christian Guse

  • juergen trautmann

    liebe leute…viele dinge die wir essen, sind hoch-konzentriert und darum koennen diese gefaehrlich werden. wir menschen haben fast gar keinen instinkt mehr und kaum noch gefuehle dafuer, welche nahrung geniessbar oder ungeniessbar ist…leider fehlen auch studien eben zu konzentrierter nahrung. viele meiner mitmenschen wuerden zucker wohl erst in 25% -staerke als suess empfinden…salz, butter, kaffee…viele dinge die wir zu uns nehmen sind hochkonzentriert und werden dann schnell gefaehrlich…ja, das brot backen…mehl ist nicht gleich mehl; ni…auszugsmehle sind schon sehr konzentriert…ich backe seit einigen monaten dinkelmehlbrot mit hefe, kuemmel und butterschmalz.
    ein herrlich-leckeres brot voller aroma…und der teig darf sich zeit nehmen…bisher so 3 std. werde mir ihren bericht zu herzen nehmen und den teig wie frueher schon ueber nacht gehen lassen…wussten sie, dass auch hefeteig sauer werden kann? ich hatte frueher zum campen immer grundteig dabei. ein hefeteig der jeden tag mehr saurer wurde. aus der luft, so hoerte ich , nimmt der teig auch milchsaeure- bakterien auf…ich ruehrte und verknetete mit dem saeuerlichen grundteig mein fladenbrot an und backte dieses mit wurst, kaese und noch einigem wie eine pizze auf der glut meines lagerfeuers…
    immer viel freude und mit ganz vielen schoenen gluecksgefuehlen beim kochen und backen…verbleibe ich mit lieben gruessen: juergen trautmann

  • Ingrid Kurth

    Wie lange muss ich Weizen im Backofen auf wieviel Grad erhitzen, damit die Lektine zerstört sind.

    Es interessiert mich, ob die Backofen Pommes Fritz noch Lektine enthalten.

    • Nehmen Sie statt Weizen besser Urdinkel und setzen Sie einen klassischen Brühteig an. Ein bekömmlicheres Getreidebrot werden Sie nicht bekommen.

  • Sind nur in Weizen hitzeresistente Leptine enthalten oder auch in anderen Getreidesorten wie Dinkel, Roggen, Hafer?

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Liebe Astrid,
      Weizen enthält besonders hohe Mengen an Lektinen. Die Mengen in Dinkel und Hafer sind wesentlich geringer und daher sind diese beiden Getreide im Allgemeinen sehr gut verträglich. Roggen enthält vergleichsweise mehr Lektine als Dinkel und Hafer – ist jedoch häufig trotzdem gut verträglich, weil durch die traditionelle Sauerteig-Führung Lektine abgebaut werden.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • Meiner Meinung nach scheint es, als weiß Frau Rieber selbst nicht recht, was wahr ist, es klingt unsicher, die Aussagen relativieren sich: der Mediziner behauptete, Tomaten, Vollkorn ect. enthalten Lektine welche schädlich für den Darm sind, Frau Rieber entkräftet es erst und dann stimmt sie dem aber wieder zu, also es haben sich die Aussagen gegenseitig aufgehoben, dadurch kommt man meiner Meinung nach nicht weiter durch den Artikel. Da informiere ich mich lieber richtig von kompetenter Seite. Das ist alles so schwammig in dem Artikel.

  • Desiree

    Hallo, habe das Video von Dr. Perez gesehen, das so werbesensationell aufgebaut war und wirklich alle Register zieht, was wirksame Werbung anbelangt,dass es bei mir dann das Gegenteil bewirkt. Sicher mag da was wahres dran sein. Ich hab das Gefühl,es werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit reissersuchen Aspekten (was viele anspricht- Übergewicht, Müdigkeit…) gemischt, letztendlich nur mit diesem einzigen Ziel- so viel wie möglich zu verkaufen und damit man bereit ist,so eine immense Summe dafür auszugeben, muss eben die Werbung besonders ausgefeilt sein. Ich finde es unfair und unlauter, wenn auch noch Ängste darin geschürt werden (Herztod ….), nur um zu vermarkten. Das ist nicht seriös.

  • Hallo Frau Rieber, danke für dieses noch recht unbekannte Thema. Ich mache gerade eine Anti-Candida Kur (Hauptmerk auf basische Lebensmittel) und parallel Darmbakterienaufbau. Ich esse viel Kartoffeln, auch Kichererbsen und Vollkornreis oder Linsen (über Nacht eingeweicht). Wie sieht es da mit den Lektinen aus? Herzlichen Dank schon einmal für eine Antwort, Angela Stingl

  • Jutta Richter

    Liebe Frau Rieber

    Ich leide sehr an multiplen Symptomen einer Autoimmunerkrankung und habe kuerzlich davon gehoert, dass bestimmte als sehr gesund erachtete Nahrungsmittel diese noch verschlimmern koennen. Dank ihres sehr detaillierten Artikels habe ich nun ein gutes Verstaendnis dieser Mechanismen und kann meine Ernaehrung weiterhin anpassen. Interessanterweise habe ich seit einiger Zeit meine so geliebten Tomaten und Kartoffeln weggelassen und scheine mich besser zu fuehlen. Ich danke Ihnen sehr, sehr herzlich!

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