Herrlich entspannte Feiertage mit diesen einfachen Tipps. shutterstock_1310135008_Syda-Productions_1200x800

Jetzt mal schön langsam. Zehn Ideen für herrlich entspannte Feiertage

Wer kennt das nicht: Man hat sich auf ein ruhiges, friedliches Weihnachtsfest gefreut – und dann ist da auf einmal so viel Hektik und Druck. Höchste Zeit, ganz besinnlich die Stopp-Taste zu drücken. Stress raus, Erholung rein: zehn Tipps für entspannte Feiertage.

von Mareike Opitz

Rituale sortieren

Klar, ohne sie wären die Feiertage nur halb so schön. Aber Rituale haben leider zwei Seiten: Während manche wunderbar Halt geben und alles vereinfachen (wenn zum Beispiel klar ist, dass es an Heiligabend immer Würstchen mit Kartoffelsalat gibt, muss ich nicht wild Menüfolgen und Einkaufslisten entwerfen), bringen einen andere so richtig ins Schleudern. Denn wenn es einen ganzen Weihnachts-Parcours an Machen-wir-immer-so-Dingen abzuarbeiten gibt, bleibt irgendwann die Besinnung auf der Strecke. Deshalb ganz bewusst vor den Feiertagen überlegen: Welche Rituale schenken mir wirklich Freude und Energie? Und auf welche mag ich lieber verzichten, weil sie mich Kraft kosten?

Die Vergleichsmaschine im Kopf ausknipsen

Der Christbaum der Nachbarn ist viel üppiger, die Plätzchen der Freundin sind viel hübscher und die Weihnachtskarte der Bekannten ist viel perfekter als die eigene, die man in letzter Sekunde verschickt hat? Schon möglich, aber eigentlich völlig egal, denn „das eine richtige Weihnachten“ gibt es sowieso nicht. Nur das eine, eigene, schöne.

Listen schreiben

Das Phänomen, dass wir uns an unerledigte Aufgaben besser erinnern als an abgeschlossene, weil diese uns blockierend im Kopf herumspuken, wurde Anfang des letzten Jahrhunderts von einer russischen Psychologin beschrieben und nach ihr als Zeigarnik-Effekt benannt. Wissenschaftler der Florida State Universität konnten allerdings zeigen, dass sich dieser Effekt aushebeln lässt, wenn anstehende Aufgaben auf einer To-Do-Liste notiert werden. Der Kopf ist danach freier und es ist wieder möglich, sich zu fokussieren. Eine Art Mini-Meditation im Weihnachts-Schlamassel also.

Stillgestellte Nacht

Alle sprechen von Digital Detox – jetzt ist die perfekte Gelegenheit dazu: das Handy ausschalten, oder zumindest lautlos stellen und nicht ständig Nachrichten schreiben oder sich in sozialen Netzwerken rumtreiben. Denn sich stundenlang durch perfekt inszenierte Tannenbäume und Bescherungstische auf Instagram zu scrollen, lässt das Zufriedenheitslevel nicht unbedingt steigen (s.o.). Und wer zu viel auf’s Smartphone schaut, verpasst das eigene Weihnachten im Hier und Jetzt.

Sich entspannt essen

Plätzchen, Braten, Käse, üppige Desserts… – fettiges und zuckerreiches Essen gehört an Weihnachten für viele dazu. Versuchen Sie trotzdem einen Ausgleich zu schaffen. Obst und Gemüse versorgen uns auch bei Stress mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Für einige Nährstoffe wurde bereits eine Wirkung auf Nerven und Psyche nachgewiesen: So sind B-Vitamine (B1, B2, B3, B6 und B12) wichtig für ein normales Nervensystem und die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12, Biotin und Vitamin C für eine gesunde Psyche.

Stress: Auf diese 5 Warnsignale sollten Sie achten

Frische Luft schnappen

Shinrin-yoku, das sogenannte Waldbaden, gilt in Japan als Medizin. Kein Wunder, denn Studien zufolge sorgt es für einen Rückgang des Stresshormons Cortisol, stärkt das Immunsystem und lässt den Blutdruck sinken. Also, raus ins Grüne, an Tannen schnuppern und durch Schneematsch stapfen – statt beim Feiertags-Fernsehprogramm auf der Couch zu versumpfen.

Solo- statt Multiple-Tasking

Schnell noch die Gans in den Ofen schieben, während an der Tür der Paketbote wartet und neban die Kinder den Baum zerlegen – Weihnachtszeit ist üblicherweise Multi-Tasking-Zeit. Viele erheben das Nebeneinanderher-Erledigen für sich als glorreiche Lebensphilosophie. Doch die meisten Menschen geraten im Kreuzfeuer verschiedener Anforderungen in Stress. Lieber: Eines. Nach. Dem. Anderen. Erledigen. Und dafür den Moment genießen. Auch, wenn das bedeutet, dass die letzten vier Punkte auf der To-Do-Liste dieses Jahr eben nicht mehr abgehakt werden.

Mythos Multitasking: So werden Sie produktiver und glücklicher

Einfach mal Nichtstun

Wie oft fällt in der Adventszeit die Floskel, dass man sich „zwischen den Jahren unbedingt mal sehen muss“. Und was nehmen wir uns für die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester nicht alles vor: schnell wieder die Weihnachtskilos loswerden, die Steuer erledigen, die Garage aussortieren… Dabei wäre genau jetzt der perfekte Zeitpunkt, innezuhalten und wertvolle Stunden mit sich selbst zu verbringen. Es muss ja nicht gleich die mentale Jahres-Inventur sein. Vielleicht tut es auch eine gepflegte Runde „Niksen“, wie die Holländer sagen und damit meinen: reuelos rumhängen und einfach mal nichts tun.

Weihnachten als Gruppenarbeit

So war es doch auch schon damals im Stall: Jeder hat eine Kleinigkeit mitgebracht – und allen blieb genug Zeit für das Wesentliche. Wer Weihnachten als One-Woman/One-Man-Show bestreitet, hat ganz schnell Klingelingeling-Glöckchen im Kopf. Also lieber rechtzeitig Aufgaben verteilen: Wer kauft ein, wer besorgt den Baum, wer schmückt ihn? Auch Kinder und Besuch dürfen ruhig in die Planung einbezogen werden. Dann haben alle was zu tun – und die Feier beginnt schon beim Vorbereiten.

Laut loslachen

Warum können Weihnachtsbäume nicht stricken? Sie lassen immer die Nadeln fallen. Warum bezahlt der Weihnachtsmann seine Rechnungen nicht? Seine Konten sind eingefroren. Wer jetzt lachen musste, ist schonmal auf einem guten Weg. Denn Lachen senkt den Spiegel an Stresshormonen im Blut. Wissenschaftler der Universität Kalifornien haben herausgefunden, dass sich sogar bereits die Ankündigung von etwas Lustigem auf den Stresspegel auswirkt. Also ruhig jetzt schon auf „Dinner For One“ freuen!


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Mareike Opitz

Mareike Opitz ist Journalistin, Bloggerin und Buchautorin. Neugierig nachfragen gehört bei ihr also zum Beruf – und das macht sie auch für LaVita. Besonders spannend findet sie Themen rund um gesunde Ernährung und eine nachhaltige Lebensweise. Beides auch im Sinne ihrer zwei Kinder. Die testen gerne alles mögliche mit, was ihre Mama in der Küche, auf der Yogamatte oder an der frischen Luft dazu probiert. Zumindest, so lange es lecker schmeckt oder Spaß macht!

2 Kommentare

  • Vielleicht sollte man zur Entspannung (Besinnung) auch mal an den denken, der vor über 2000 Jahren geboren wurde und dessen Geburtstag wir an Weihnachten feiern.
    Ich glaube, dass vergessen die meisten Menschen aus dem Konsum-Bereich !

  • Gefällt mir!!
    Weitere Artikel, bitte.

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